Unser Projekt besteht zum einen aus einer Wohngemeinschaft in zwei Etagen, zum anderen aus einer Reihe gemeinsam verwalteter Räume und Werkstätten auf drei weiteren Etagen, einem großen Garten und einem Kneipenkeller. Das Haus gibt es in seiner jetzigen, selbstverwalteten Form seit den 70er Jahren, natürlich immer wieder mit neuen Menschen und inhaltlichen Schwerpunkten. Seit Jahren treffen sich verschiedene Bonner Gruppen bei uns im Garten, Keller oder auf dem Dachboden und organisieren Veranstaltungen.
In jeder der beiden Etagen (insg. 2 WGs) leben jeweils 7 Personen. In beiden Wohnetagen gibt es zusätzlich ein Wohn-/Gästezimmer, in dem oftmals Menschen unterkommen, mal kürzer, mal länger. Innerhalb der Etagen wird Alltägliches wie Putzen, die gemeinsame Essenskasse, Kochen, Geselligkeit etc. in der WG organisiert. In beiden Etagen wird in aller Regel für alle (vegan/vegetarisch) gekocht und gemeinsam gegessen.
Doch unser Zusammenleben hier macht wesentlich mehr aus als die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten und Organisation in den zwei WGs: Das gesamte Haus mit seinen vielen Räumen und Menschen – denen, die hier wohnen, und denen, die Werkstätten, Seminarräume, Kneipenkeller, Garten usw nutzen – muss verwaltet, organisiert und gewartet werden. Wir kümmern uns gemeinsam um die Finanzierung, die Instandhaltung und die Gemeinnützigkeit dieses Ortes. Dies umfasst viel Zeit, aber auch sehr viel Gestaltungsspielraum.
Montags finden regelmäßig abwechselnd WG- und Hausplena statt, in denen wir unser Zusammenleben, die Veranstaltungen sowie die das gesamte Haus betreffenden anfallenden Aufgaben organisieren. Wir haben feste AGs und Einzelaufgaben und dazu freie Beteiligungsfelder.
Das Haus ist leider nicht barrierefrei, d.h. es gibt keinen Aufzug oder Rampen.
Wir wünschen uns von dir, dass du Interesse an diesem Hausprojekt und Kapazitäten und Lust auf selbstverwaltetes Miteinander hast.
Weiter würden wir uns über Mitbewohner:innen freuen, die eine längere Lebensperspektive in Bonn haben und ihren Lebensmittelpunkt dort haben. Zudem ist uns eine Offenheit, sich kritisch mit gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen auseinanderzusetzen, wichtig. Dies bezieht sich auch auf die Fragen des Zusammenlebens sowie der gemeinsamen Verwaltung des Hauses und der darin stattfindenden Aktivitäten.
Wir sind uns darüber bewusst, dass viele Personen aufgrund von zu hohen Mietpreisen, rassistischer Diskriminierung und anderen Gründen auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt sind. Deswegen richtet sich unsere Suche insbesondere an Menschen, die auf die eine oder andere Weise davon betroffen sind. Unsere aktuelle Altersspanne liegt ungefähr zwischen Mitte Zwanzig und Mitte Vierzig, wir freuen uns aber auch über Mitbewohner:innen ganz anderen Alters. Interessant an dieser Stelle ist noch zu wissen, dass die Miete unserer Zimmer verhältnismäßig gering ist und wir sie solidarisch untereinander aufteilen.
Also, wenn du Lust hast nicht nur zusammen zu wohnen, sondern auch gemeinsam unser Hausprojekt aktiv mitgestalten möchtest, dann meld dich bei uns unter
WG@oscar-romero-haus.de