Radiobeitrag zum Leben und Wirken von Óscar Romero

Link zum Radiobeitrag

Als Anhänger der Theologie der Befreiung kämpfte er an der Seite der Armen für mehr Gerechtigkeit. Damit hatte er sich die herrschende Landeselite und vor allem die Militärs zum Feind gemacht. Doch Romero war nicht von Anfang an ein Bischof des einfachen Volks. Seine Lebensgeschichte ist die einer erstaunlichen Bekehrung vom Konservativen, der dem Opus Dei nahe stand, zum prophetischen Verteidiger der Armen. Erst jetzt, 35 Jahre nach seinem Tod, wurde Romero selig gesprochen. Bis heute sitzen seine Gegner auch an entscheidenden Stellen im Vatikan, viele Freunde hat Romero aber in der deutschen Kirche.

Quelle: WDR

Veranstaltungen im ORH anlässlich der Seligsprechung Oscar Romeros

Liebe Freundinnen und Freunde des Romero-Hauses,

anlässlich der Seligsprechung von Oscar Romero durch die Katholische Kirche am 23. Mai planen wir im Romero-Haus Bonn mehrere Veranstaltungen, um uns mit der Person Romeros und seiner Wirkung zu beschäftigen.

In seiner Zeit als Erzbischof von San Salvador – der Hauptstadt von El Salvador – kämpfte Oscar Romero gegen die Unterdrückung der Bevölkerung und gegen die Verbrechen der Militärdiktatur. Durch seine Taten und Worte wurde er zum kritischen Bewusstsein El Salvadors. Am 24. März 1980 wurde Oscar Romero während einer Messe von rechten Paramilitärs erschossen. Seit dem Bürgerkrieg in El Salvador (1980-1992) ist Oscar Romero in Lateinamerika und der ganzen Welt zur prägenden Figur im Kampf gegen politische Unterdrückung und soziale Ausgrenzung, aber auch für das Recht auf Widerstand geworden. Viele Christen in Lateinamerika verehren ihn als Märtyrer; aber auch viele Aktivist_innen, die die Religion und Kirche eher distanziert betrachten, bewundern den Mut und die Konsequenz Oscar Romeros.

Mit der Seligsprechung, die am 23. Mai in San Salvador stattfinden wird, vollzieht nun auch die Katholische Amtskirche die offizielle Würdigung Romeros. Dass das Verfahren über 20 Jahre gedauert hat, zeigt, dass dies nicht ohne Widerstände innerhalb der Amtskirche ablief.

Unabhängig von der Frage, wie wir zur Katholischen Kirche stehen und was wir von dem Prozedere der Seligsprechung halten, ist dies ein Anlass für uns, dass wir uns mit dem Namenspatron unseres Hauses auseinandersetzen möchten. Dazu möchten wir euch gerne zu folgenden Veranstaltungen einladen:

 

Mittwoch, 27. Mai 2015 um 19 Uhr (Romero-Haus/Dachboden)

Filmabend „Romero“

Wir zeigen den Spielfilm „Romero“, der das Wirken Romeros als Bischof und seine Ermordung darstellt. Nach dem Film gibt es Gelegenheit zum Austausch.

„Romero“, 1989, Regisseur: John Duigan, USA, Sprache: englisch mit deutsche Untertiteln, Länge: 104 min

 

Donnerstag, 28. Mai 2015 um 19 Uhr (Romero-Haus/Dachboden)

Diskussionsveranstaltung „Oscar Romero – selig auch für uns?“

Impulse aus unterschiedlichen Perspektiven

Was bedeutet Oscar Romero für uns heute?

Ein kritisches und spannendes Gespräch

 

Der Eintritt ist bei beiden Veranstaltungen frei.

Wir freuen uns auf euer Kommen.

 

Grüße aus dem Romero-Haus

 

die Bewohner_innen

Neue Filmreihe im ORH! Erster Termin: Mittwoch 20.05.

Liebe Freund*innen des Films,

wir finden, dass die letzte Filmreihe im ORH nun schon lange zurück liegt und wollen daber wieder eine starten! Dieses Mal stehen Filme im Mittelpunkt, die sich mit(Queer-)Feministischen Themen befassen.

Starten wollen wir mit Laurence Anyways am Mittwoch den 20.05.2015 um 19:00 auf dem Dachboden:

(Der Film wird in der französischen Originalfassung mit englischem Untertitel gezeigt)

Laurence (Melvil Poupaud) und seine Freundin Fred (Suzanne Clément) sind seit zwei Jahren ein Paar, lieben sich bedingungslos und genießen ihr gemeinsames Leben. Bis Laurence sich eingestehen muss, dass er sich im falschen Körper gefangen fühlt und lieber als Frau leben möchte. Als er sich Fred offenbart, ändert das alles. Oder vielleicht nicht? Denn Laurence’ Gefühle für Fred sind immer noch dieselben. Auch Fred liebt Laurence weiterhin, weiß aber nicht, wie sie damit umgehen soll, ob ihre Liebe stark genug ist. Sie weiß nur, dass sie sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann. Gemeinsam kämpfen sie, gegen alle Widerstände, gegen die Vorurteile der anderen und gegen die eigenen Zweifel.
Um sich selbst, um eine Liebe, die am Abgrund steht, die aber so groß ist, dass sie es schaffen können.
Sie verletzten sich, sie wissen nicht weiter, können nicht mit- und nicht ohne einander.

Hier geht’s zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Lj3JvLYZyDs

Wir freuen uns auf euch!

Dies ist eine private und kostenfreie Veranstaltung.

Das Umsonstregal braucht dich !

Wir suchen Betreuer_innen für das Umsonstregal im Oscar-Romero-Haus

Viele Leute haben Klamotten, die sie nicht mehr gebrauchen können oder wollen. Diese liegen oft nutzlos herum, denn „eigentlich sind sie zu schade zum Wegwerfen“.Andere Menschen wiederum suchen vielleicht genau diese Kleidungsstücke, können sie sich vielleicht nicht leisten, oder müssen Geld dafür ausgeben.

Das Umsonstregal im Oscar-Romero-Haus bietet den Ort, um nicht mehr genutzte Kleidungsstücke weiter-zu-schenken.

Doch selbst das beste Umsonstregal muss ab und an sortiert werden, damit es weiter seinen gewünschten Zweck erfüllt. Wenn du also Lust hast, dich ab und an um das Umsonstregal zu kümmern, damit wir alle einen Ort haben, an dem Kleidungsstücke weiter-geschenkt werden können, melde dich unter:
info[at]oscar-romero-haus.de

Derzeit ist das Umsonstregal zu folgenden Zeiten öffentlich zugänglich:

jeden Dienstag von 17:00 – 19:00

 

Leder-Workshop

 

28 März (Samstag) 16 – 19 Uhr

Hast du Lust schöne Dinge aus Leder zu machen?
Oder einfach nur zu gucken wie man Tabak-Beutel, Portemonais, Gürtel
traditionelle mit Handwerk Technik machen kann?
Dann komm vorbei und bring deine Ideen mit !

Auf dem Dachboden des Oscar-Romero-Hauses

Leather Artesunia Flyer advanced klein

Jiddische Lieder & Geschichten

Liebe Freundinnen und Freunde des Romero-Hauses,
wir möchten euch zu folgender Veranstaltung einladen, die am
Donnerstag, den 19. März 2015, ab 19 Uhr auf dem Dachboden des Romero-Hauses stattfinden wird:

„Singt ojf Jiddisch! – Jiddische Lieder & Geschichten“
Eine musikalische Einführung in die jiddische Musik, Sprache und Kultur Dargeboten von Olaf Ruhl (Stimme, Akkordeon, Gitarre).
Seit ein paar Jahren tritt Olaf Ruhl mit seinem Programm „Singt ojf Jiddisch! – Jiddische Lieder & Geschichten“ auf.
Es ist ein buntes Programm, das eine unterhaltsame Einführung in die jiddische Musik, Sprache und Kultur bietet.
Mit Liedern und Geschichten im jiddischen Original, z.T. mit Übersetzungen bringt er sie dem Publikum nahe.
Dabei begleiten ihn sein Akkordeon und seine Gitarre.
Sein Programm umfasst sowohl Lieder, ein paar jiddische Gedichte von Chagall sowie einige jiddische Sprichwörter und Anekdoten.

Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Wir freuen uns auf euren Besuch!
Grüße aus dem Romero-Haus
die Bewohner_innen

Über den Tellerrand – Ernährungssouveränität in Zeiten des Klimawandels (Bangladesch)

Am Mittwoch, den 26.11.2014, zeigen wir um 19:30 Uhr im Romero-Haus (Heerstr. 205, Dachboden) einen Dokumentarfilm zum Thema Ernährungssouveränität in Bangladesch. Einer der Macher des Filmes wird anwesend sein und für Rückfragen und Diskussionen zur Verfügung stehen. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf euer Kommen!
Bangladesch, das Land der Flüsse und Reisfelder, hat die höchste Bevölkerungsdichte weltweit. Seit Jahren sind die Lebensgrundlagen von Kleinbäuerinnen und -bauern durch die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels, fehlgeleitete Weltbankprojekte und die Kapitalisierung des Agrarsektors bedroht. Saatgut- und Chemiekonzerne wie Bayer erzielen Millionengewinne und hinterlassen kontaminierte Ackerböden und verschuldete Farmer. Die Landlosigkeit ist gravierend und nimmt durch Land Grabbing und blutige Konflikte zu. Die kleinbäuerlichen Bewegungen fordern Ernährungssouveränität, also selbstbestimmte Agrarproduktion und Landumverteilung. Sie besetzen und bewirtschaften Land, das ihnen laut Gesetz zusteht, aber zumeist wegen Korruption nicht übertragen wird.

Bangl./D 2013, 84 Min., HD.

Ein Film von Jürgen Kraus und Heiko Thiele
Produktion: Zwischenzeit e.V.

Infos, Trailer + Rezension: www.zwischenzeit-muenster.de

Grüße aus dem Romero-Haus
die BewohnerInnen

Äthiopien – Land der Vielfalt

 
Mittwoch, 19.11.2014 um 18 Uhr auf dem Dachboden im Oscar-Romero-Haus Bonn (Heerstraße 205), Live-Multivision – – Eintritt frei
Der Vortrag nimmt Euch mit auf eine Reise in die Jahrhunderte alte Geschichte Äthiopiens und zu Tieren, Menschen und Landschaften eines Erdteils, den man häufig nur mit Hunger und Armut verbindet. Doch in Wirklichkeit ist Äthiopien vielfältiger –  überrascht und fasziniert seine Besucher zugleich.
Auf einer Zeitreise im ersten Teil nimmt Euch der Vortrag mit in die Anfänge des äthipopisch-orthodoxen Christentums im 4. Jahrhundert. Wir reisen ins älteste Kloster Äthiopiens, dessen Geheimnisse nur die ganz Waghalsigen lüften werden, begegnen Gläubigen in Äthiopiens bedeutender Pilgerstadt Lalibela und tauchen ein in religiöse Traditionen. Aber wir treffen nicht nur auf Christen. Seit dem 7. Jahrhundert wurde Äthiopiens Geschichte immer wieder erschüttert durch die islamische Expansion. Heute ist der Islam die zweitwichtigste Religion des Landes und in Harar im Osten Äthiopiens leben Christen und Muslime nach Jahrhunderten der kriegerischen Auseinandersetzungen nun friedlich miteinander.
Im zweiten Teil wenden wir uns der Natur Äthiopiens zu. Die Urgewalt der Vulkane des Afrikanischen Grabenbruchs erschuf über Jahrmillionen ein Land der Extreme von den tiefsten und heißesten Landschaften unserer Erde bis hin zum grünen Dach Afrikas auf über 3500 Metern. Eine Insel der Vielfalt, umgeben von Wüsten und Savannen, mit Pflanzen und Tieren, die man nur hier findet. Doch diesen Reichtum zu erhalten ist schwierig in einem Land  mit enormem Bevölkerungswachstum, exzessiver Landwirtschaft und Viehhaltung. Über die letzten Jahrzehnte ist der Mensch immer weiter in diese Naturräume vorgedrungen.
Der Fotograf Christian Sefrin studierte Geographie in Bonn und begann auf Reisen durch Nordostafrika seine Leidenschaft für Natur, Menschen, Abenteuer und die Fotographie zu entdecken. Seit 2008 reiste und arbeitete er immer wieder in Äthiopien und beobachte den stetigen Wandel durch Entwicklung, hohes Bevölkerungswachstum und Klimaveränderungen. Seine spannenden Geschichten von den Aufenthalten aus dem Land am Horn von Afrika verarbeitete er in Multimedia-Reportagen, die neben der Exotik der Ferne auch ein realitätsnahes Bild vermitteln. Damit gehört er zu den wenigen, die den afrikanischen Kontinent mit der Vielfalt seiner Gesichter zeigen.
www.sefrinphotography.com
Wir freuen uns auf euren Besuch.
Grüße aus dem Romero-Haus
die Bewohner_innen

Mittelamerikas Kinder auf dem Weg in die USA

Wie eine Fluchtbewegung genutzt wird, um Migration zu kontrollieren

Info Veranstaltung am Dienstag den 18.11.2014 um 19:00 Uhr auf dem Dachboden im ORH

Barack Obama bezeichnete die Flucht von zehntausenden Kindern und Jugendlichen aus Guatemala, El Salvador und Honduras binnen der letzten Monate zutreffend als „humanitäre Katastrophe“. Doch diese soll den USA fern bleiben: Massenabschiebungen und eine Verschärfung der regionalen Migrationspolitik folgten als Antwort auf die steigenden Zahlen von aufgegriffenen Minderjährigen an der US-Grenze.Kinder und Jugendliche haben in Mittelamerika jedoch oftmals keine (Über-)Lebensperspektive mehr. Ihr Alltag ist geprägt von der Präsenz von Jugendbanden, die sie (zwangs-)rekrutieren und (sexualisierte) Gewalt gegen sie ausüben. Polizei, Militär und rechte Todesschwadrone machen ebenso Jagd auf die Jugendliche aus den armen Vierteln, die sie pauschal der Bandenzugehörigkeit verdächtigen, misshandeln und ermorden. Hinzu kommt die hoffnungslose ökonomische Lage in der Region, die auch durch die Freihandelsabkommen mit den USA und der EU wirtschaftlich ausgeblutet wird. Insbesondere aus Honduras fliehen viele Jugendliche, wo sich die Situation seit dem von den USA unterstützten Putsch vor fünf Jahren dramatisch verschlechtert hat.Die Referentin Kathrin Zeiske arbeitet als Freie Journalistin und Aktivistin in Mittelamerika und Mexiko. In ihrem Vortrag wird sie die Gründe für die Migration ebenso darstellen, wie die Reiserouten und die Strategien der jugendlichen Migrant_innen auf ihrem gefährlichen Weg durch die USA. Sie analysiert die systematischen Angriffe auf das Recht auf Bewegungsfreiheit und Asyl durch die USA und den mexikanischen Staat ebenso wie die Legitimierung dieser Angriffe durch gezielte Medienkampagne in den USA.

Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns auf euer kommen.
Grüße aus dem Romero-Haus
die Bewohner_innen

„Grenzerfahrungen“ Fotoausstellung und Filmvorführung am 23. Okt.

Liebe Freundinnen und Freunde des Romero-Hauses,
am 23. Oktober 2014 findet im Romero-Haus unter dem Titel
„Grenzerfahrungen“eine Fotoausstellung und eine Filmvorführung
zur Situation in der Nordmex./US-amerikanischen Grenzregion statt.
Die Fotoausstellung zeigt die Dialektik der Grenzorte El Paso, Texas und Ciudad Juárez, Mexiko auf, hebt die Thematik
Migration, Frauenmorde, den mutigen Ansatz von Aktivist*innen und der Mütter der verschwundenen Frauen und die
Ambivalenzen zwischen den zwei Städten an der nordmexikanisch/US-amerikanischen Grenze hervor.
(Fotograf_in: Ina Riaskov, agrupación milagros// kollektiv tonali)
Der Film behandelt ebenfalls die Situation in Ciudad Juárez, Nordmexiko, der Grenzstadt zu den USA.
Die Stadt ist weltweit bekannt als der Ort der toten Mädchen und unter der Regierung Felipe Calderóns (2006-2012) Inbegriff des sogenannten Krieges gegen die Drogen. Für Expert*innen gilt die Stadt als eine „Art Laboratorium“ für Militärstrategien, unregulierte Migration, die Expansion transnationaler Unternehmen und weiterhin vorherrschende Straflosigkeit gegenüber Gewaltverbrechen. Für viele Bewohner dennoch aber auch Heimat und aller Gewalt zum Trotz auch Ort des Widerstands. Durch eine künstlerische dokumentarische Aufarbeitung wird in dem Film einerseits der Frage nach dem Zustand der zwischen 2008-2011 in kriegsähnlichen Umständen belagerten Stadt nachgegangen, anderseits aber auch Ansätze von Lösungsmöglichkeiten und Hoffnungsschimmer aufgezeigt.
Weitere Infos findet ihr auch auf http://kollektivtonali.de/.
Dort könnt ihr auch einen Einblick in die Fotoausstellung bekommen und den Trailer zum Film sehen.
Wir würden uns freuen, euch auf der Veranstaltung begrüßen zu können.
Die Vorführung des Filmes beginnt um 20:00. Alles ist natürlich kostenfrei.
Schöne Grüße aus dem Romero-Haus
Die Bewohner_innen